Kalterns Weißweine präsentieren sich gemeinsam auf einer Bühne am Marktplatz in Kaltern. Alle zum Verkosten, alle zum Trinken, einen ganzen Abend lang. Erstmals können bei dieser Veranstaltung auch die Weißweine des WeinGuts Seppi verkostet werden:

setaria – Weißer Burgunder, preyda – Sauvignon, panicum – Gewürztraminer

Termin: Dienstag, 19. Juni 2018 von 18 bis 23 Uhr am Kalterer Marktplatz

Foto: Wein.Kaltern

Auf Einladung des Weinclubs Eppan präsentierten Südtiroler Bio-Winzer am 02.Juni 2018 auf Burg Hocheppan ihre Weine. Auch unser WeinGut Seppi stellte die Weine setaria, preyda, panicum und pelagium vor und informierte über die biodynamische Arbeitsweise.

Trotz Regenwetter ein großer Erfolg – und am Ende zeigte sich sogar ein Regenbogen.

Am 13. und 14. Mai 2018 findet in München eine Messe für biodynamische Spitzenweine statt. Die 501 Bio-Dyn bietet den wichtigsten biodynamischen Verbänden und ihren Winzern eine Plattform ihre hochwertigen Weine dem interessierten Fachpublikum zu präsentieren. Auch wir nutzen diese Gelegenheit, um unser WeinGut Seppi erstmals im Ausland vorzustellen.

Übrigens. Der Name “501” steht für eine der wichtigsten Vorbereitungen in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft: das Hornkieselpräperat, welches die Wachstums- und Reifungsprozesse fördert.

Seit Juni 2017 ist unser erster Jahrgang abgefüllt. Nun starten wir mit dem Verkauf! Die Verkostungsnotizen und die analytischen Daten zu den Weinen setaria (Weißer Burgunder), preyda (Sauvignon), panicum (Gewürztraminer) und pelagium (Kalterer See Auslese) sind auf unserer homepage zusammen mit Informationen zur Lage und zum Boden, zum Anbau und zur Vinifizierung abrufbar.

… brauchen wir zurzeit beim Binden der Reben. Behutsam biegen wir dabei die Triebe und befestigen sie am Draht. Natürlich stehen uns dafür moderne Hilfsmittel wie Bindezangen zur Verfügung. Es ist uns aber auch wichtig, dass traditionelle Methoden und natürliche Bindematerialen nicht ganz in Vergessenheit geraten. So verwendet unser Seniorchef in den Pergeln zum Binden immer noch Weidenruten, die zuerst von der Kopfweide gewonnen werden. Mit einem besonderen Knoten befestigt er die Ruten. Und wir staunen immer wieder: Er ist dabei mindestens so schnell wie andere mit modernsten Geräten!

Es hat geschneit. Der Boden ist mit Feuchtigkeit versorgt und die Rebstöcke befinden sich in der Ruhezeit. Unsere Hauptarbeit in den Weinbergen ist derzeit der Rebschnitt, bei dem wir nicht mehr gebrauchte Triebe entfernen. Wichtig ist uns dabei, den Rebstöcken keine großen Wunden zuzufügen und bestehende Saftleitbahnen zu respektieren. Die von uns verwendete Schnittmethode nennt man „sanfter Rebschnitt“.

Auch in der ruhigeren Zeit im Landwirtschaftsjahr ruht die Arbeit auf unserem Weingut nicht. Wir haben einen Teil alter Reben gerodet, um darauf im nächsten Frühjahr Cabernet Franc für unseren Wein lerian pflanzen zu können. Nach viel Handarbeit beim Entfernen des Drahtes und dem Abschneiden der Rebstöcke haben wir mit Hilfe von Traktor und Bagger die Wurzelstöcke ausgerissen und den Boden umgegraben.

Die schönen, dicken, alten Rebstöcke werden wir zum Heizen verwenden. Nun kann der erste Schnee kommen!

Sie ist immer wieder ein Höhepunkt im Landwirtschaftsjahr: die Weinlese. Den Anfang bildeten dieses Jahr der Weiße Burgunder und der Sauvignon, daraufhin folgte der Vernatsch, in den nächsten beiden Wochen steht der Gewürztraminer an und den Abschluss bildet der Cabernet franc. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt, damit sich die gute Qualität der Trauben in die Fässer übertragen lässt.

Der Sauvignon preyda, der Weiße Burgunder setaria und der Gewürztraminer panicum wurden nach der schonenden Pressung und der spontanen Gärung mehrere Monate in großen Holzfässern gelagert. Nun ist es endlich soweit: Unsere ersten Weißweine wurden in die Flaschen gefüllt. Jede einzelne davon betrachten wir als Lohn unserer Arbeit während des gesamten Jahres.

Bevor wir mit dem Verkauf starten, lassen wir unsere Weine noch einige Monate in der Flasche reifen und sind bereits gespannt auf die Resonanz.

Ein Gang durch unsere Weinberge verrät: Die ersten Weinreben blühen!
Es lohnt ein genauer Blick, denn die Rebblüte gestaltet sich eher unscheinbar, sodass sie ohne das nötige Vorwissen sogar übersehen werden könnte. Geübte Spürnasen riechen zudem den typisch süßlichen Duft, der in der Luft liegt. Man muss sich – wie für so vieles in der Landwirtschaft – Zeit nehmen, um die Einzigartigkeit und Vollkommenheit bewundern zu können.